Am Freitag, den 28. November 2025, lud der FV/DJK St. Georgen e.V. zur Mitgliederversammlung des Geschäftsjahres 2024/25 ins Vereinsheim „Sportplatzhäusle“ ein. Der erste Vorsitzende, Michael Uthe-Grissinger, begrüßte alle anwesenden Mitglieder und gedachte zu Beginn der Verstorbenen des Vereins.
In seiner Ansprache hob Uthe-Grissinger die positive Entwicklung hervor, insbesondere das Wachstum und die Qualität der Jugendabteilung als Basis des Vereins. Zu den Herausforderungen der nahen Zukunft zählen unter anderem die zunehmend notwendige Sanierung des Vereinsheims, da die Nebenkosten für Energie und Heizung zu hoch sind. Weiterhin werde man versuchen, bei der Stadt die Notwendigkeit einer Flutlichtanlage im Stadion sowie die Nutzung der Restfläche des alten DJK-Platzes als erweiterte Trainingsfläche zu erwirken, da die Anzahl der Teams und ab 2026 auch die geplante Damenmannschaft weiteren Platz benötigen. Er lobte das Engagement im Verein, das sich bei Arbeitseinsätzen und der Unterstützung bei Events zeigt.
Der Pflegevertrag der Stadionanlage mit der Stadt wurde seitens des FV/DJK im Sommer zum 31.12.25 gekündigt, da die Wirtschaftlichkeit für den Verein sich zuletzt ins Negative verlagert hatte. Somit wird sich die Stadt ab Januar 2026 wieder selbst um die Pflege des Stadions und der Umkleidekabinen als städtische Anlage kümmern. Dabei wurde auch der mögliche Einsatz von Mährobotern in Betracht gezogen. Allen Helfern, Unterstützern und Sponsoren des Vereins sprach er seinen Dank aus.
Michael Uthe-Grissinger erklärte im Anschluss an seinen Bericht, dass er aus zeitlichen Gründen nach acht Jahren als Vorstand zukünftig nicht mehr für das Amt des 1. Vorsitzenden zur Verfügung stehen würde, welches an diesem Abend neu zu wählen war. Zugleich betonte er jedoch, dem Verein weiterhin als Beisitzer zur Verfügung zu stehen.

Michael Uthe-Grissinger (Mitte), Jürgen Götz (rechts) und Dmitri Hirschfeld (links)
Jahresberichte
Geschäftsführer Jürgen Götz berichtete anschließend über die Aktivitäten des Vereins. Er lobte die Zusammenarbeit bei Veranstaltungen wie Stadtfest, Vatertagshock sowie den zahlreichen Arbeitseinsätzen, die das Vereinsleben prägten. Ein Highlight war das im Rahmen der FUSSBALL SUMMERDAYS 2024 stattfindende Match zwischen der AH des FV Tennenbronn und der Traditionsmannschaft des SC Freiburg im Roßbergstadion – eingerahmt durch einen Elfercup und den Familiensonntag der Jugend. Götz betonte, dass sich der Verein trotz aller Herausforderungen positiv entwickelt habe, insbesondere durch die außergewöhnlich starke Jugendabteilung: Als einer der wenigen Vereine der Region kann der FV/DJK nach wie vor ohne Spielgemeinschaft in jeder Jugendklasse mindestens eine eigene Mannschaft stellen.
Finanzvorstand Raymond Obergfell präsentierte die finanzielle Lage des Vereins. Die Nutzung und Sanierungsbedürftigkeit des Vereinsheims in Bezug auf Kosten und Wirtschaftlichkeit, die auf Basis der vorhergehenden Vorstandschaft entstandenen Personalkosten für Spieler und Trainer sowie der noch bestehende Kredit für den Kunstrasenbau wurden thematisiert. Deutlich wurde ebenfalls, dass es für den Verein bei der aktuellen wirtschaftlichen Lage nicht einfach ist, neue Sponsoren zu finden. Die derzeitige finanzielle Lage sei daher nicht üppig, aber stabil. Im Anschluss wurde der Finanzvorstand von den beiden anwesenden Kassenprüfern entlastet.
Pascal Wodarz, Trainer der zweiten Mannschaft, übernahm den Bericht des Sportlichen Leiters Udo Glander, der entschuldigt nicht teilnehmen konnte. Der Klassenerhalt in der Saison 24/25 wurde gewürdigt und hervorgehoben, dass dieser für die Attraktivität des Vereins sowie für die sportliche Zukunft der Jugend sehr wichtig sei. Schwierigkeiten lägen aktuell darin, dass auch in diesem Jahr mit personellem Engpass erneut um den Klassenerhalt gekämpft werden müsse.
Jugendleiter Dmitri Hirschfeld hob das deutliche Wachstum der Mitgliederzahl im Bereich der Jugendabteilung hervor, die aktuell über 230 Jugendliche sowie 33 Trainerinnen und Trainer umfasst. Der sportliche Erfolg entwickle sich von Jahr zu Jahr sichtbar positiv. Hervorzuheben sei das jährlich im Januar stattfindende Klaus-Ganter-Turnier, dessen Startplätze traditionell stark nachgefragt sind. Weiterhin betonte er das neue Angebot des EKO-Trainings (Entwicklungskompass), das durch ein separates Trainerteam klassenübergreifend spürbar für Qualitätssteigerung und verbesserte Sozialkompetenz sorgt. Dies zeige sich bereits in den aktuellen Tabellenplätzen der Jugendteams. Hirschfeld dankte allen freiwilligen Spendern und Sponsoren, die die Jugendarbeit und Veranstaltungen erst ermöglichen. Besonderer Dank galt zudem den Jugendspielern, Eltern und Helfern, die mit ihrem Engagement sowohl den Zusammenhalt als auch die Außenwirkung des Vereins stärken.
Benjamin Haas, zweiter Vorstand des Vereins, erläuterte anhand des zukünftigen Organigramms die Notwendigkeit, die Struktur des Vereins neu zu definieren, zu vereinfachen und Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen. Insbesondere sollen zukünftig die acht Beisitzerposten als Bereichsleitungspositionen verstanden und mit Teams verknüpft werden, die im Hintergrund planen und ausführen. Dadurch soll die Vereinsarbeit effizienter, leichter und gemeinschaftlicher werden.
Entlastung und Neuwahlen
Der gesamte Vorstand wurde durch die anwesenden Mitglieder einstimmig entlastet, bevor die Neuwahlen stattfanden. Hierbei wurde zunächst Kai Noell als Wahlleiter gewählt. Als Mitglied des Stadtrates ließ er herzliche Grüße von Bürgermeister Rieger ausrichten und betonte, dass die Stadt gewillt sei, alles Nötige zu tun, um den Spielbetrieb im Stadion ab 2026 im Bereich der Sportstättenpflege sicherzustellen. Die anschließende Wahl erfolgte per Handzeichen.
Für die Position des ersten Vorsitzenden hatte sich der bisherige Finanzvorstand Raymond Obergfell zur Wahl gestellt. Er wurde von den Anwesenden einstimmig gewählt. Dadurch wurde die Position des Finanzvorstandes frei, für die sich Jugendkassier Thomas Heller bereit erklärt hatte. Auch er wurde einstimmig – in entschuldigter Abwesenheit – gewählt. Dies erfolgte außerordentlich zunächst für ein Jahr, da diese Position regulär erst in der nächsten Mitgliederversammlung neu zu besetzen ist. Im Amt des Geschäftsführers bestätigt wurde Jürgen Götz.
Als neue Beiräte wurden einstimmig gewählt: Lukas Kieniger, Pierre Beil und Frank Schmidt (alle in entschuldigter Abwesenheit) sowie die anwesenden Michael Uthe-Grissinger, Julian Haas und Christoph Weissinger.

Von links: Manuel Malena, Pascal Wodarz, Marc Lieber, Maurycy Wodarz
Die mit dieser Wahl aus dem Amt scheidenden bisherigen Beiräte Danny Maier, Pascal Wodarz, Maurycy Wodarz, Marc Lieber, Thomas Heller und Manuel Malena wurden mit einem Präsent bedacht und herzlich verabschiedet.
Der vom bisherigen Vorstand seit Saisonbeginn berufene Udo Glander wurde in entschuldigter Abwesenheit einstimmig als Sportlicher Leiter (Spielausschuss) gewählt und damit bestätigt.
Weiterhin wurden die beiden Kassenprüfer Josef Gregortschek und Werner Fuchs einstimmig im Amt bestätigt.
Ehrungen langjähriger Mitglieder
Im Anschluss an die Wahlen wurden folgende langjährige Mitglieder geehrt und mit einem Präsent bedacht:
25 Jahre: Nurko Bajramovic, Andreas Fleig, Uwe Flindt
40 Jahre: Christoph Weissinger
60 Jahre: Ursula Ullrich
65 Jahre: Heinz Niedenzu, Ulrich Pahlke
70 Jahre: Heinz Staiger
Mit einem herzlichen Dank an alle ehrenamtlichen Helfer, sowie an die Damenmannschaft, welche die Zusammenkunft bewirtete, beendete Michael Uthe-Grissinger die diesjährige Mitgliederversammlung.

Von links: Ulrich Pahlke, Ursula Ullrich, Heinz Niedenzu, Christoph Weissinger

Von links: Marco Lenti, Raymond Obergfell, Valentin Haas, Dmitri Hirschfeld, Benjamin Haas, Julian Haas, Michael Uthe-Grissinger, Christoph Weissinger, Jürgen Götz (vorn)
Impressionen:







